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"Das Ritual als Ideologie bezieht sich auf Verhalten, Gefühle, Werte und Moralvorstellungen der Gesellschaft. Dies kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden: Übergangsriten beziehen sich auf die Rollenveränderung einer Person oder Gruppe im sozialen oder territorialen Bereich.

Das Ritual als soziale Intensivierung betont die Identität einer Gruppe, es befriedet sie. Es ist wiederholbar wie die Kommunion oder der Gruß. Ebenso stabilisiert das Tabu das Miteinander. Rebellionsrituale bieten durch ritualisierte soziale Umkehrung eine "Ventilsitte" (Richard Thurnwald) und stabilisieren somit die bestehende Gesellschaft (vgl. die Saturnalien, den Karneval). Soziologisch gesehen sind Rituale geeignet, Widersprüchliches zu vereinen, wofür typisch ist, dass die Teilnehmer ihm kundig folgen können und wollen, obwohl sie die darin integrierten sozialen Konflikte im Einzelnen gar nicht nachvollziehen müssen; dem kundigen Feldforscher (etwa dem Ethnologen) sind jedoch die Signale des anders als rituell nicht zu Vereinbarenden erkennbar - z. B. verneigen sich (wie in Japan) beim Gruß die Grüßenden voreinander, davon ist der Kaiser nicht ausgenommen, aber der niedriger Stehende verbeugt sich tiefer. "'' Lars Clausen, "Das Ritual zeigt, was es verbirgt"


Herr Greif ist seit Sommer 2005 in der Domäne Leipzig ansässig. Seine ruhige, vermittelnde Art lässt einige ihn als unsicheren, kriecherischen Schleimer ohne Ambitionen einschätzen, während Andere mißtrauisch seine langfristigen Ziele zu ergründen zu versuchen.

Zitat: "Natürlich gibt es auf diese Frage eine Antwort. Wie Wittgenstein postuliert, können Fragen die gestellt werden, auch beantwortet werden. Sind Sie allerdings der Ansicht, dass Sie sich Ihre Bitte auch gründlich genug überlegt haben?"